Mein Praktikum bei Thalia ♥

Anne M. | Montag, 5. Juni 2017 |
Hey ihr Lieben,
in diesem Post möchte ich gern ĂŒber meine Praktikumszeit bei Thalia reden, meine EindrĂŒcke schildern und meine Erfahrungen mit euch auszutauschen. :) Ich will auch gar nicht weiter drum herum erzĂ€hlen, sondern fange einfach gleich an. Viel Spaß! ♥

Mein Praktikum fand in dem Zeitraum vom 15.05.-2.06.17 in einer Thalia Filiale in Berlin statt. Ich habe morgens 9.30 Uhr begonnen und hatte gegen 16 Uhr Schluss. An meinem ersten Tag wurde ich morgens von der Chefin im Laden begrĂŒĂŸt und direkt danach in den Aufenthaltsraum der Mitarbeiter geschickt. Dort habe ich ein Namensschild erhalten und den Rest des Raums mit KĂŒche, Bad und BĂŒro gezeigt bekommen. Bevor der Laden um 10 Uhr geöffnet hat, wurde ich noch bezĂŒglich des Umgangs mit Kunden belehrt und habe eine Vorstellung von dem erhalten, was mich in meiner Praktikumszeit alles erwartet. Der erste Tag verlief dann allerdings nicht nach meinen Erwartungen. Ich wurde eher enttĂ€uscht, da einige Kollegen genervt von mir waren, mich teilweise ignoriert haben und sicher keiner fĂŒr mich verantwortlich gefĂŒhlt hat. Das hat mich anfangs echt runtergezogen, da ich selbst unglaublich nervös war und ich mich nicht unterstĂŒtzt und somit auch nicht willkommen gefĂŒhlt habe. Allerdings konnte ich erste Erfahrungen im Kundenkontakt sammeln. :)

Die nĂ€chsten Tage gestalteten sich weiterhin als enttĂ€uschend, da ich von der Chefin dauerhaft kritisiert wurde und sich die Lage mit den Kollegen kaum besserte. Ich hatte auch wenig Aufgaben und habe mich allgemein sehr unwohl gefĂŒhlt. Im Laufe der Zeit hat es sich dann allerdings eingependelt. :)

Meine Aufgaben bestanden hauptsĂ€chlich darin tĂ€glich den MĂŒll zu entsorgen (extrem gruselig!), Kinder-und JugendbĂŒcher sowie Mangas zu verrĂ€umen, Tische und Pyramiden mit Geschenke- und Trendartikel aufzufĂŒllen, bestellte BĂŒcher fĂŒr Kunden herauszugeben, Artikel auszupreisen und einzuschweißen sowie Rubbellose an Kunden zu verteilen und die Kinder- und Jugendbuchabteilung aufzurĂ€umen. Damit hat es sich allerdings noch nicht getan, da man wirklich unglaublich viel mit Kunden in Kontakt gerĂ€t. Alle paar Minuten wurde ich angesprochen und das war am Anfang wirklich eine Herausforderung, da ich eher schĂŒchtern bin aber mit der Zeit lernt man sicherer zu werden. Zum Schluss konnte ich mit den Kunden sogar richtige GesprĂ€che fĂŒhren und BĂŒcher empfehlen. Ich habe mich auch immer total gefreut, wenn ich ihnen BĂŒcher zeigen konnte, die sie gesucht haben, hehe. Es gab aber auch Leute, die echt unfreundlich waren und die schlechte Laune an einem auslassen, das darf man dann nicht allzu nah an sich heranlassen.

Zum Ende hin habe ich immer mehr mit den Kollegen unterhalten und mich dann auch wohler gefĂŒhlt. Mit der Buchhandlung wurde ich immer vertrauter und dann hat sich das alles eingespielt. :) Im Laufe der Zeit habe ich insgesamt 4 Leseexemplare von den Kollegen geschenkt bekommen und das hat mich mega gefreut! Zum Schluss durfte ich mir auch noch selbst ein Buch aussuchen, also habe ich in meiner Zeit dort insgesamt 5 BĂŒcher geschenkt bekommen und das ist echt nicht selbstverstĂ€ndlich und dafĂŒr bin ich trotz anfĂ€nglicher Schwierigkeiten wirklich dankbar.

Fazit


Hinter den Kulissen, haha ;)
Besonders am Praktikum hat mir die Arbeit mit BĂŒchern gefallen. Es hat wirklich Spaß gemacht BĂŒcher zu verrĂ€umen und dabei auch ein bisschen stöbern zu können. Zum Ende hin habe ich auch immer mehr mit den Kollegen erzĂ€hlt und viele GesprĂ€che ĂŒber BĂŒcher gefĂŒhrt, auch mit den Kunden. Allgemein war die Arbeit sehr vielfĂ€ltig. :) GeĂ€rgert hat mich allerdings, dass ich am Anfang von den meisten Kollegen nicht richtig aufgenommen wurde und ich eher im Weg stand als alles andere. Weiterhin, dass mich die Chefin bis zum Schluss kritisiert hat. Sei es meine Kleidung, meine Art Pakete aufzumachen oder zu zerkleinern.. (Naja, ich hab es ĂŒberlebt. ;))Das hat mich nur so geĂ€rgert, da es klar ist, dass ich am Anfang noch nicht alles kann. Ich bin ja da, um etwas zu lernen. Und teilweise hatte die Chefin selbst stundenlang keine Aufgaben fĂŒr mich und das finde ich wirklich schade, da der Betrieb auch wirklich Praktika anbietet und demzufolge wissen sollte, wie man Praktikanten beschĂ€ftigen kann.

Letztendlich habe ich doch so einiges mitnehmen können. Ich bin viel sicherer im Umgang mit Kunden sowie der Beratung geworden. In meiner Zeit dort habe ich meine SchĂŒchternheit abgelegt und bin ĂŒber meinen eigenen Schatten gesprungen. Außerdem habe ich viele neue Verlage und BĂŒcher entdecken können. Ich habe auch einen Einblick in einen solchen Arbeitstag erhaschen und selbst feststellen können, dass es unglaublich anstrengend ist 6 Stunden auf den Beinen zu stehen. Ich weiß nun, dass der Beruf des BuchhĂ€ndlers nichts ist, was ich mein Leben lang machen könnte. Ich bin trotzdem froh, das Praktikum dort gemacht zu haben. Und ich bin echt stolz, dass ich mich da durchgebissen habe, denn letztendlich hat es sich ja doch gelohnt. :)


Soo, das war mein erster Post dieser Art. Habt ihr VerbesserungsvorschlÀge oder etwas, das ihr loswerden möchtet? Eigene Erfahrungen etc.? Ab damit in die Kommentare. :)






Kommentare:

  1. Hallöchen :) Das klingt ja alles sehr Interessant! Schade das du Anfangs eher weniger schöne Erfahrungen gesammelt hast. Aber ich kann dich trösten: Es war bei mir auch so. Der erste Tag war die Hölle. Ich kam an und die Kollegen wussten von mir nicht mal was. Ich musste dann warten bis die Chefin kam, die mich dann eingewisen hat. Und dann begann der ganze Stress auch schon. Tausend Kunden kamen die meine Hilfe wollten und wenn ich nach den Kollegen ausschau hielt...war niemand da um zu helfen. Da gerade Weihnachtszeit war, bestand meine Hauptaufgabe darin Geschenke zu verpacken. Haha. Ich habe den Kollegen von Anfang an gesagt das ich darin nicht besonders gut bin und hilfe brauche..hab aber keine bekommen. Gut Übung macht den Meister! Mit den Kollegen konnte ich nicht wirklich reden da sie alle viel viel Älter als ich waren und wenn ich Pause hatte saß ich allein im Aufenthalsraum. Meine Aufgaben bestanden also darin: Wareneingang, TĂŒten mit Flyern ausstatten, Kunden helfen, Geschenke einpacken. Ich war echt enttĂ€uscht. Die Arbeit mit den Kunden hat mir auch total gespaß gemacht! Nur alles andere war weniger schön. Am letzten Tag durfte ich mir auch ein Buch aussuchen :) Du siehst also du bist nicht allein :D
    Liebe GrĂŒĂŸe
    Michelle von http://mrsbooknerds-lesewelt.blogspot.de/

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    1. Hallo Michelle :),
      es ist wirklich schade zu hören, dass es dir genauso ging. Von mir wussten die Kollegen am Anfang aber ich wurde trotzdem ignoriert. Zum Schluss ging es, weil mir da niemand mehr etwas erklĂ€ren musste und ich wirklich helfen konnte. Anfangs wird man erstmal als nervige Praktikantin abgestempelt, spĂ€ter haben sie dann auch Tatsache mit mir erzĂ€hlt. :D Ich musste neben dem Einsortieren leider auch noch einige Dinge machen, die weniger Spaß gemacht haben aber nun weiß ich wenigstens, was alles zu dem Beruf gehört. Insgesamt hatten wir da glaube ich ein bisschen Pech, da das jede Buchhandlung anders gestaltet aber wie gesagt, die Erfahrung zĂ€hlt. :)

      Alles Liebe,
      Anne ♥

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  2. Guten Abend liebe Anne!!

    Ich war sehr gespannt, wie dir dein Praktikum wohl gefallen hat. Wie schade, dass der Einstieg so schwer war! Aber es ist doch richtig schön, dass du deine SchĂŒchternheit ĂŒberwinden konntest und mit einem postitiven GefĂŒhl aus deinem Praktikum kommst!
    Ich hoffe, mein Einstieg wird besser, wenn ich mein Praktikum bei Thalia starte:)Allerdings hatte ich schon ein KennlerngesprÀch und bin generell ziemlich oft in dieser Filiale, daher denke ich schon, dass es richtig toll wird:)
    Danke, dass du deine Erfahrung hier geteilt hast!

    Alles Liebe
    Lara

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    1. Hallo Lara,
      ich hoffe ich habe dich damit nicht abgeschreckt, das sollte auch keine Verallgemeinerung sondern lediglich meine eigene Erfahrung sein. :) Ich drĂŒcke dir ganz fest die Daumen, dass dein Praktikum toll wird! Meld dich gern bei mir, wenn es vorbei ist.

      Alles Liebe,
      Anne ♥

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  3. Liebe Anne!
    Bin gerade erst auf deinen Blog gestoßen und fĂŒhle mich schon richtig wohl hier :) Der Post war wirklich toll verfasst. Finde den Beruf wirklich sehr interressant und es war toll, durch deine ErzĂ€hlung mal einen kleinen Einblick zu bekommen. Schade dass es dir bezĂŒglich Chefin und co nicht ganz so gut gegangen ist.
    Weiterhin noch viel Freude an deinem Blog und ganz liebe GrĂŒĂŸe
    Lisa

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    1. Hey Lisa :),
      vielen Dank fĂŒr deinen lieben Kommentar! Ich hoffe du fĂŒhlst dich weiterhin wohl hier hehe. ♥

      Liebste GrĂŒĂŸe zurĂŒck!

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  4. Hey :)
    Zuerst muss ich sagen, dass mir dein Blog wirklich gut gefÀllt, deswegen folge ich dir auch direkt mal.
    Ich finde es ganz schrecklich, wenn man nur rumsitzt und keine Aufgaben hat. Das ist sogar schlimmer, als zu viel Arbeit zu haben. Ich mache eine Ausbildung in einer Bibliothek und kenne das nur zu gut..

    Und zum Thema Kritik von der Chefin zur Art, wie du Pakete öffnest: Es gibt immer Menschen, die denken, man muss alles genau so tun, wie sie das machen, weil das die einzig richtige Art ist.. so ein Schwachsinn! Aber was soll man da machen :D
    Was die Klamotten angeht, kann der Chef dir natĂŒrlich einige Vorschriften machen. Zu freizĂŒgig z.B. sollte ich auch nicht zur Arbeit kommen.

    Vielleicht werde ich auch mal ein Praktikum in einer Buchhandlung machen :)

    Liebe GrĂŒĂŸe,
    Mona :)

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    1. Hallo Mona,
      erstmal vielen Dank, das freut mich sehr. :)
      Das mit der Chefin stimmt, irgendwann habe ich da auch keinen Wert mehr drauf gelegt und einfach mein Ding durchgezogen. Mehr als mein bestes geben kann ich schließlich auch nicht. Aber letztendlich hat sie mich sogar gelobt, man mag es kaum glauben. :D
      Zum Thema Klamotten: das ist mir bewusst, nur dann hÀtte sie mir das am ersten Tag sagen können, das ist ja kein Problem! Aber ich hab mir dann eine abwertende Bemerkung am nÀchsten Tag anhören können und das fand ich dann nicht mehr ok. :/

      Trotz dessen war es ja letztendlich nicht verkehrt das Praktikum gemacht zu haben, deswegen kann ich es dir auch nur empfehlen. :)

      Alles Liebe,
      Anne ♥

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